iOS 5 mit Dualcore-Prozessor A5
Eine der zahlreichen Neuerungen des Betriebssystems iOS 5 bemerkt man gleich mit dem ersten Einschalten: Das iPhone 4S muss nicht über iTunes aktiviert werden, nach dem Einrichtungsprozess kann es sofort losgehen. Auch System-Updates werden jetzt direkt und drahtlos auf das Handy geladen und installiert. Weitere wichtige Verbesserungen sind das Benachrichtigungszentrum Notification Center, der Mitteilungsdienst iMessage, der Zeitschriftenkiosk Newsstand, neue Funktionen für den Safari-Browser, die Kamera-App, die Mail-Anwendung und den Kalender. Hier stellen wir das iOS 5 ausführlich vor.
Das Notification Center informiert über aktuelle Ereignisse
Mit iOS 5 reicht Apple einige Funktionen nach, die bei anderen Systemen längst Standard sind. So werden aktuelle Ereignisse direkt auf dem gesperrten Startbildschirm angezeigt und ein vertikaler Wisch über den Touchscreen zieht wie bei Android die Statusleiste nach unten, die aktuelle Informationen über das Wetter, neue E-Mails oder Facebook-Nachrichten anzeigt. Anderes findet man nur bei iOS, etwa die "Reader"-Funktion: Ein Klick auf das neue "Reader"-Icon im Browser direkt in der Adresszeile und der Artikel wird als Display-füllender Text angezeigt – störende Elemente wie Fotos, Werbung oder Randspalten werden ausgeblendet, sodass man sich voll aufs Lesen konzentrieren kann. Interessante Artikel lassen sich sogar für das spätere Offline-Lesen markieren, indem sie in einer "Reading-List" gesammelt und lokal auf dem Telefon gespeichert werden.
Der A5-Dualcore-Prozessor, der das System antreibt, ist gar nicht so neu. Apple setzt ihn bereits auf dem iPad 2 erfolgreich ein, das Anfang dieses Jahres vorgestellt wurde. Auf dem iPhone 4S wurde er sogar von 1 Gigahertz auf 800 Megahertz gedrosselt, um den Akku zu schonen. Es scheint unmöglich, damit Smartphones wie das Galaxy S2 zu übertrumpfen, deren CPUs jenseits der Gigahertz-Schwelle rechnen. Aber: Benchmark-Ergebnisse zeigen, dass der A5 im iPhone 4S zu den leistungsfähigsten mobilen Prozessoren der Welt gehört. Man spürt es auch bei der Nutzung: Das System reagiert verzögerungsfrei, Websites und Apps laden rasend schnell. Einen grossen Unterschied zum Vorgänger haben wir nicht bemerkt – aber das ist auch kein Wunder, das iPhone 4 ist ja bereits extrem flink unterwegs.
Man kann von Apple und seinem geschlossenen Bedienkonzept, das den Nutzer nicht selten bevormundet, halten was man will – mit iOS 5 hat das Unternehmen das fortschrittlichste mobile Betriebssystem im Angebot, das es momentan gibt. Natürlich findet man die meisten Funktionen auch auf anderen Systemen, aber die Kombination einer extrem schnellen, durchdachten und grafisch ansprechenden Oberfläche mit einzigartigen (und nahtlos in das System integrierten) Funktionen wie dem Safari Reader und Cloud-Diensten bietet momentan kein anderes System, auch Android nicht.
Siri und iCloud
Zwei Internet-Dienste kommen mit iOS 5 und dem iPhone 4S zum Nutzer: iCloud und die Sprachsteuerung Siri. Der persönliche Assistent kann nur helfen, wenn er mit dem Internet verbunden ist, denn digitale Spracherkennung ist so komplex, dass selbst der A5-Prozessor damit überfordert wäre und die Rechenkraft daher aus der Cloud kommen muss. Zu Verzögerungen führt das aber nicht, egal ob Wlan oder 3G, die Reaktion erfolgt meist in 1 bis 2 Sekunden nach Eingabe.
