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Nokia Lumia 900 im ersten Test

30.03.2012 - 08:16

In den USA ist Nokias Topmodell der Windows Phones bereits auf dem Markt, nun bringt Nokia das Lumia 900 auch in die Schweiz. Das Smartphone wurde gleich einem ersten Test unterzogen.

Das Lumia 900 ist mit 68 x 128 Millimeter zwar etwas grösser als das Schwestermodell Lumia 800, mit 12 Millimetern aber nicht dicker – dadurch wirkt es subjektiv sogar etwas schlanker. Ansonsten sehen sich die Modelle sehr ähnlich. Beide stecken in einem edlen, aus einem Block gefertigten Polycarbonat-Gehäuse. Die matte Oberfläche fühlt sich sehr hochwertig an und erinnert ein wenig an die ersten iPod Minis. Bei der Anmutung enden aber auch schon die Ähnlichkeiten, das Lumia 900 ist mit seinem kontrastreichen AMOLED-4,3-Zoll-Touchscreen, definitiv "maxi". Die Anzeige wird von kratzfestem Gorilla-Glas geschützt.

Grössere Displayinhalte

Dabei zeigt das XL-Smartphone aber nicht mehr Inhalte an als das 800er-Modell (3,7 Zoll), denn die Auflösung beträgt auch hier wieder 480 x 800 Pixel. Die Displayinhalte werden einfach nur grösser dargestellt, was bei den Schaltflächen oder der virtuellen Tastatur zu einer komfortableren Bedienung führt. Selbst wenn es mal etwas kleinteiliger wird, liess sich die ansonsten sehr gut für Touchscreens optimierte Windows-Phone-Oberfläche sicher bedienen. Für Bedienkomfort sorgen auch das schnelle Feedback auf Eingaben und der schnelle Start von Programmen. Wie beim Lumia 800 kommt beim Lumia 900 ein 1,4-Gigahertz-Prozessor zum Einsatz. Die auf dem MWC gezeigten Geräte reagierten verzögerungsfrei und liefen stabil. Wie beim 800er-Modell findet man oben Gehäuseöffnungen für SIM, microUSB und Kopfhörer.

Während die US-Variante als LTE-Gerät verkauft wird, unterstützt das Lumia 900 in der Schweiz nur UMTS mit HSPA. Ansonsten bietet das Windows Phone alles, was man von einem aktuellen Smartphone erwartet. Gestört hat uns eigentlich nur, dass sich der Speicher wie bei allen Windows Phones nicht erweitern lässt. Zur Grösse des internen Speichers macht Nokia noch keine Angaben, die US-Variante bietet 16 GB. Wahrscheinlich wird das Europa-Modell genauso viel bieten.

Nokia verbaut ausserdem eine 8-Megapixel-Kamera mit einer Optik von Carl Zeiss, zwei LEDs dienen als Bitzersatz. Videos werden mit 30 Bildern pro Sekunde und einer Auflösung von 1280 x 720 aufgezeichnet. Zusätzlich verfügt das Lumia 900 über eine 1-Megapixel-Kamera auf der Front für Videogespräche.

In Sachen Software kommt das Lumia 900 mit Nokias kostenloser Navigationssoftware Drive, die in einer neuen Version nun auch komplett offline, also ohne Datenverbindung, navigieren kann. Auch eine E-Book-Anwendung samt angeschlossenem Store will Nokia nun integrieren.

Fazit: Gelungenes Windows Phone

Das Lumia 900 soll im zweiten Quartal für 579 Franken auf den Markt kommen. Dann wird das Nokia-Angebot an Windows Phones um das schickste und aufgrund der Grösse am bequemsten bedienbare Modell erweitert.

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